Olmo-Registrierung: LaLiga wirft Barça Täuschung vor – Laporta äußert sich

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Die Posse um die Registrierungen von Dani Olmo und Pau Víctor gehen in eine weitere heiße Phase über. Seitens des spanischen Ligaverbands LFP wird dem FC Barcelona jetzt zur Last gelegt, falsche Angaben gemacht zu haben. Angegebene Einnahmen seien nicht geflossen.

Registrierung von Olmo und Víctor: Es wird wieder heiß

Unruhe rund um den FC Barcelona am Tag des wichtigen Copa-del-Rey-Halbfinal-Rückspiels bei Atlético! Vor dem Hintergrund der anstehenden Verkündung der Entscheidung bezüglich der Spielberechtigungen von Dani Olmo und Pau Víctor sehen sich die Katalanen neuen Problemen ausgesetzt.

Der von Präsident Javier Tebas angeführte spanische Ligaverband LFP meint es ernst damit, eine Aufhebung der Registrierungen erwirken zu wollen, hat am Mittwochmorgen eine Mitteilung herausgegeben. Und diese hat es in sich! LaLiga gibt nach einer Untersuchung des Falls an, Barça habe heftige Verstöße gegen das Financial Fairplay begangen. Es geht um zuvor angegebene Einnahmen, die in der Klubbilanz letztlich aber nicht verbucht worden seien.

Rückblick: Angesichts der vom 31. Dezember 2024 auf den 1. Januar 2025 ausgelaufenen Lizenzen von Olmo und Víctor arbeiteten die Verantwortlichen des Klubs in den Tagen vor dem Neujahr und selbst am Silvester-Tag hartnäckig daran, neue Einnahmen zu generieren, um den finanziellen Spielraum schlagartig zu erhöhen und die Registrierungen des Duos somit verlängern zu können. Eine Neu-Registrierung – also eine zweite innerhalb einer Saison nach einer zwischenzeitlichen Periode der Nicht-Registrierung – ist streng genommen nämlich verboten. Das besagen die Statuen des spanischen Fußballverbands RFEF.

Finaler Beschluss naht: Verlieren Olmo und Víctor ihre Spielberechtigung wieder?

FC Barcelona: Flossen 100 Millionen Euro gar nicht?

Barça konnte offensichtlich einen Deal an Land ziehen, soll noch gar nicht existente VIP-Logen (475 Plätze) im Camp Nou, das nach wie vor umgebaut wird, für 100 Millionen Euro verkauft haben. Dennoch klappte es mit der Verlängerung der Spielerlaubnis nicht fristgerecht, erst der Nationale Sportrat der spanischen Regierung stellte Olmo und Víctor eine vorläufige Lizenz aus – am 8. Januar.

Und nun das: Die im Zuge der Re-Registrierung vermerkten Einkünfte seien nach Auffassung von LaLiga nicht geflossen. „In diesen Zwischenabschlüssen ist die Unternehmenstransaktion letztlich nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten, im Gegensatz zu dem, was der Club und sein Wirtschaftsprüfer zum Zeitpunkt der Transaktion bescheinigt hatte. […] Gemäß den genannten Zwischenabschlüssen und in Übereinstimmung mit dem NEP verfügte der FC Barcelona weder zum 31. Dezember 2024 noch zum 3. Januar 2025 noch zum gegenwärtigen Zeitpunkt über einen positiven Saldo oder eine Registrierungskapazität, öffentlich bekannt als ‚Fair Play‘, um die Spieler Dani Olmo und Pau Víctor zu registrieren“, gibt der Ligaverband an, der die zwischenzeitlich wieder angehobene Gehaltsobergrenze der Blaugrana nun wieder gesenkt hat.

Selbst wenn: Neuer Wirtschaftsprüfer erkennt Einnahmen nicht an

Der FC Barcelona meldete in den vergangenen drei Monaten bei LaLiga gleich drei Wirtschaftsprüfer, als letztes kümmerte sich Crowe Auditores España, S.L.P. um die komplexe Angelegenheit. Nach Ansicht von Crowe könne der Verkauf der VIP-Plätze nicht dem Geschäftsjahr 2024 angerechnet werden. Da Barça noch nicht in das betreffende Stadion zurückgekehrt sei, könne es nicht als echte Einnahme für den Verein betrachtet werden.

Der vorherige Wirtschaftsprüfer hatte das anders bewertet. LaLiga reicht beim Institut für Rechnungswesen und Rechnungsprüfung eine Beschwerde gegen den am 31. Dezember bestellten Wirtschaftsprüfer ein, der die Transaktion zu den VIP-Logen noch zertifiziert hatte.

Laporta: „Weiterer Versuch, uns zu destabilisieren“

Barça-Boss Joan Laporta gab am Nachmittag in Madrid eine Stellungnahme ab. Am Rande des üblichen Mittagessens mit den Verantwortlichen des Gegners, in dem Falle Atlético, sagte der Präsident gegenüber Reportern: „Das Schreiben von LaLiga ist ein weiterer Versuch, den Interessen des FC Barcelona zu schaden und das Image des Vereins zu beschädigen. Ich habe das Gefühl, dass das kein Zufall ist: Heute spielen wir ein Endspiel gegen Atlético Madrid und es ist kein Zufall, dass solche Kontroversen wieder aufleben. Es ist ein weiterer Versuch, uns zu destabilisieren. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie das, was sie auf dem Platz nicht gewinnen können, in den Büros gewinnen wollen. Als Präsident von Barça werde ich das nicht zulassen und weiterhin die Interessen unseres Vereins verteidigen.“

Und: „Der Verein wird antworten, sobald er das Schreiben von LaLiga gründlich analysiert hat. Wir werden energisch antworten, so energisch wie nötig, um die Interessen Barcelonas zu verteidigen. Sie wollen unsere Interessen angreifen. Vor drei Monaten hieß es, dass die Anmeldungen von Olmo und Pau korrekt durchgeführt wurden und dass wir alle vom Verband und von LaLiga geforderten Auflagen erfüllt haben, und das gilt auch heute noch. Sie haben die Registrierungen von Pau Victor und Olmo genehmigt und jetzt ihre Meinung geändert. Warum? Haben sie von Anfang an einen schlechten Job gemacht, als sie die Verträge genehmigt haben?“

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16 Kommentare

  1. https://www.goal.com/en-om/lists/barcelona-suffer-financial-blow-salary-limit-reduced-la-liga-100m-vip-seat-sales-camp-nou/bltd762aed832976a85#cs027d40aad497e244

    Zuerst dachte ich es ein gar kein Geld geflossen,aber da schon 61Millionen bezahlt wurden sollte dies unter den IFRS eigentlich erlaubt sein dies schon im letzten Quartal zu buchen,wenn die Zahlungen Fix sind.
    Also rein aus rechtlicher Sicht sollten wir dafür keine Strafe bekommen,aber da La Liga ihre Regularien selbst setzten kann ist es möglich,dass unser salary Cap wieder angepasst wird.

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